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Auszug - Grundschule Hemmingen-Westerfeld: Vorstellung der Machbarkeitsstudie  

18. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 16.01.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:30 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal
Ort: Rathaus, Rathausplatz 1, 30966 Hemmingen
453/2019 Grundschule Hemmingen-Westerfeld: Vorstellung der Machbarkeitsstudie
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussdrucksache
Federführend:Abteilung 3.65 - Gebäudewirtschaft   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Marlow präsentiert die 2 denkbaren Varianten und erläutert, dass die Kosten in die 3 Teilbereiche Neubau, Umbau im Bestand sowie Herstellung der Barrierefreiheit gegliedert sind. Die Barrierefreiheit könne auch zu einem späteren Zeitpunkt noch hergestellt werden. Bei den Kosten ist pro Quartal eine einprozentige Kostensteigerung einkalkuliert. Als Vorteile von Variante 2 nennt er die bessere Anbindung an und dass weniger Fläche vom Schulhof beschnitten wird. Allerdings nennt er als Nachteile mehr Komplikationen beim Bau, da während der Bauzeit Sanitär- und Umkleidecontainer errichtet und ein neuer Eingang zur Halle sowie eine temporäre Heizungsanlage geschaffen werden müssten. Außerdem würde die Krippengruppe der Landstrolche wegfallen.

 

Frau Schönamsgruber teilt mit, dass die Variante 1 räumlich schwer vorstellbar ist und möchte wissen, ob dadurch der Eingangsbereich verkleinert wird. Herr Marlow erwidert, dass bei Variante 1 die Zufahrt geringfügig enger wird. Frau Schönamsgruber findet, dass das Bild des Eingangsbereiches dadurch verändert wird und möchte die Meinung der Schule hören.

 

Frau Lange-Riekenberg teilt mit, dass sie Variante 2 besser findet. Diese hat eine bessere Anbindung an die Bestandsgebäude. Bspw. wird die Schulbücherei von jeder Klasse einmal pro Woche genutzt, die Kinder müssten dafür bei Variante 1 über den Schulhof. Auch die Aufsicht ist bei Variante 2 einfacher und es müssten keine Jacken mit in die Mensa genommen werden.

 

Herr Beismann möchte von Herrn Marlow wissen, wie sich die Wege bei den beiden Varianten unterscheiden. Herr Marlow teilt mit, dass bei Variante 1 zwischen Hauptgeude und Neubau 30 bis 50 Meter liegen, bei Variante 2 etwa 15 bis 20 Meter mit Überdachung.

 

Herr Schacht-Gaida zeigt sich erstaunt, da es bei der letzten Sanierung im Bestand zu Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit der Schule gab. Bei Variante 2 müssten frisch sanierte Teile abgerissen werden. Herr Marlow bestätigt, dass die Heizung etwa 2 bis 3 Jahre alt ist und die Umkleiden ziemlich neu sind. Herr Schacht-Gaida betont, dass der Abriss einen erheblichen Eingriff in den Schul- und Sportbetrieb bedeuten würde. Herr Marlow bestätigt, dass es dann Container geben und eine neue Zuwegung geschaffen werden müsste. (Ergänzung der Verwaltung: Die Sanierung der Umkleiden war 2008. Bei der Maßnahme wurden die Umkleiden komplett inkl. Türen, HLS, Elektro und Umbauten bei den Landstrolchen durchgeführt. Die Kosten dafür inkl. Planungskosten lagen bei 285.000€. Bei der Schulsanierung 2017 wurde dann noch eine neue Heizung eingebaut. Die Kosten inkl. Planung lagen bei 50.400,-€. Der Abschreibungsbedarf bei Variante 2 beläuft sich auf insgesamt 364.192,- €.)

Herr Binder teilt mit, dass die Grüne Fraktion zu Variante 2 tendiert. Diese hat die kürzeren Wege und lässt mehr vom Schulhof unberührt. Er gibt auch das Verhältnis von Nettogrundfläche zu Außenhüllfläche und den daraus resultierenden Energieverlust zu bedenken. Hier wäre eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu den Energiekosten notwendig. Er möchte außerdem wissen, warum KfW 75 angesetzt ist. Beim Feuerwehrhaus ist KfW 55 angesetzt, noch besser sei KfW 40. Auch teilt er mit, dass die Flächenversiegelung bei Variante 2 niedriger sei. Die Herstellung der Barrierefreiheit hält er aufgrund der Beeinträchtigungen in einem zweiten Abschnitt für sinnvoller.

 

Herr Marlow antwortet, dass sich der KfW-Standard noch ändern kann. Wichtig ist auch der CO2-Verbrauch bei der Herstellung. Variante 2 ist vom Volumen her größer. Auch die Hüllfläche ist bei Variante 2 aufgrund der Form größer. Beide Varianten sind energetisch aber ähnlich darstellbar. Variante 1 ist im Gegensatz zu Variante 2 komplett zusätzliche Hüllfläche, da es sich um einen Neubau handelt.

 

Herr Schedler gibt zu bedenken, dass bei Variante 2 die Krippengruppe wegfällt. Diese Kosten sind noch nicht eingerechnet, bewegen sich aber im sechsstelligen Bereich.

 

Herr Dingeldey teilt mit, dass die CDU-Fraktion Variante 1 favorisiert. Neben einem massiven Kostenvorteil, müssen keine neu sanierten Teile abgerissen werden und die Krippengruppe bleibt bestehen. Mit kleinen Änderungen können Schulbetrieb und Aufsicht auch bei einem 2. Gebäude organisiert werden. Er möchte wissen, ob eine Alarmierung im Neubau vorgesehen ist. Herr Marlow bejaht dies.

Frau Seiler regt an, zur Frage des Energiestandards proKlima hinzuzuziehen um sich technisch und wirtschaftlich beraten zu lassen und evtl. Fördermittel zu generieren. Variante 2 sei gut für die Kinder und beinhaltet weniger Flächenverlust. Beim Bereich Teich sollten die Eltern miteinbezogen werden. Es fehlt außerdem eine Küche zum Kochen vor Ort.

 

Herr Schedler teilt mit, dass eine Einbeziehung von proKlima nicht im Rahmen der Machbarkeitsstudie erfolgt, sondern eine solche Prüfung ggf. erst später stattfindet. Die angesprochenen Fördermittel kommen hier aber eh nicht in Frage. Die Fachplaner haben große Kenntnisse bei Klimaschutzmaßnahmen und tun von sich aus das Nötige. Den Energiestandard zu ändern ist eine Überlegung wert, dieser kann problemlos auch zu einem späteren Zeitpunkt angepasst werden.

 

Herr Schacht-Gaida teilt mit, dass es sich noch nicht um eine reale Umsetzungsplanung handelt. In der aktuellen Phase wird noch geprüft, welcher Gebäudeteil überhaupt angefasst wird, dies ist eine Grundsatzentscheidung. So oder so wird es mit Verlusten behaftet sein. Die Argumente für Variante 2 sind für ihn nachvollziehbar, er empfiehlt aber Variante 1.

 

Herr Hatje möchte wissen, ob Variante 2 sofortigen Abschreibungsbedarf auslöst. Herr Schacht-Gaida bejaht dies. Herr Beismann fragt nach, ob es analog zur KGS eine Besichtigung vor Ort geben soll. Dies wird abgelehnt.

 

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