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Auszug - Baumfällliste 2020/2021  

34. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 16.11.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 20:47 Anlass: Sitzung
Raum: Forum der Carl-Friedrich-Gauß-Schule (KGS)
Ort: KGS Hemmingen, Hohe Bünte 4, 30966 Hemmingen
534/2020 Baumfällliste 2020/2021
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsdrucksache
Federführend:Abteilung 3.60 - Bauverwaltung, Stadtplanung und Stadtgrün   
 
Wortprotokoll

Frau Mühe informiert, dass aus Verkehrssicherungsgründen insgesamt 75 Bäume gefällt werden müssen. Schlechte Standortbedingen, insbesondere aber die langanhaltende Trockenheit in der Hauptvegetationszeit führen zum Verlust der Verkehrssicherheit bis hin zum vollständigen Absterben der Bäume. Grundsätzliches Ziel ist es, mindestens so viele Bäume neu zu pflanzen, wie gefällt werden müssen. Dabei soll jeder Baum, der gefällt wird, soweit es die Standortverhältnisse zulassen, an gleicher Stelle oder im direkten Umfeld nachgepflanzt werden.

 

Frau Mühe berichtet weiter, dass Trockenheit und Sturmschäden auch dem Baumbestand des Schulwäldchens in Arnum erheblich zugesetzt haben. Der Betriebshof und die Abteilung Bauverwaltung, Stadtplanung und Stadtgrün arbeiten deshalb an einem Konzept für eine zukunftsfähige Waldentwicklung unter Beachtung des Baumbestandes und der gegebenen Nutzungsansprüche. Dazu hat es Ende Oktober einen Ortstermin mit der zuständigen Bezirksförsterin des Fortamtes Calenberger Land der Landwirtschaftskammer, Frau Franz, gegeben.

 

  • Als erste Maßnahme wurde bereits eine forstliche Standorterkundung beauftragt. Darauf basierend können dann zukunftsfähige Baumarten speziell für die dort herrschenden Standortbedingungen ermittelt werden.

 

  • Geplant sind Einzelbaumpflanzungen am Rand des Waldes und kleinere Aufforstungsflächen mit Forstqualität innerhalb des Waldes.

 

  • Die Stadt plant die Umsetzung der Pflanzmaßnahmen für Spätherbst/ Winter 2021.

 

Herr Schedler ergänzt, dass die beiden Projekte „Waldentwicklung“ und Versickerung von Dachflächenwasser im Wäldchen“ im Rahmen des Pilotprojekts zur Klimafolgenanpassung der Region Hannover aufeinander abgestimmt werden.

 

Herr Falke fragt, ob die Verwaltung hinsichtlich der Auswahl geeigneter Baumarten auf ein Beratergremium, wie z. B. die Forsthochschule zurückgreifen kann.

 

Frau Mühe antwortet, dass die Verwaltung sich bei ihrer Recherche auf öffentliche Berichte und Untersuchungen bezieht.

 

Herr Konze appelliert an die Verwaltung, bei der Auswahl an Bäumen auch gesundheitliche Aspekte zu berücksichtigen. Insbesondere in der Umgebung von Kindertagesstätten, Schulen, Senioreneinrichtungen, u. ä. sollen keine ume gepflanzt werden, die Allergien hervorrufennnen.  

 

Frau Roth fragt, ob eine Standortsanierung durch Bodenlockerung im sogenannten „TreeLife-Verfahren“ sinnvoll ist.

 

Herr Schmidt klärt auf, dass unter Geh- und Fahrwegen oder auch Parkflächen das Belüftungsverfahren nicht anwendbar ist.