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Auszug - Mitteilungen des Bürgermeisters; Berichte der Verwaltung  

24. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 10.03.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:02 - 22:16 Anlass: Sitzung
Raum: Hybridsitzung Ratssaal und Videokonferenz
Ort: Rathaus und Videokonferenztechnik (nur Gremium), Rathausplatz 1, 30966 Hemmingen
 
Wortprotokoll

Herr Kolsch informiert über die aktuelle Situation in den Kindertagesstätten. Diese ist, so Herr Kolsch, schwierig für die Eltern und für die Kinder. Doch die Mitarbeiter sind an den Verordnungen des Kultusministeriums gebunden. Wie und welche Kinder betreut werden, wird von den Kindergartenleitungen vor Ort entschieden.

 

Herr Ramhorst berichtet über die schlechte Stimmung bei vielen Eltern und regt ein Konzept des Kindergartenplatz-sharings an, bei dem die Kinder abwechseln bereut werden.

Herr Kolsch antwortet, dass das sharing-Konzept in einigen Gruppen realisiert wird. Dieses Konzept ist aber nicht immer möglich, da es Eltern gibt, deren Kinder die volle Notbetreuung benötigen. Die Entscheidung, ob ein sharing-Konzept ermöglicht wird, liegt in der Verantwortung der Leitung der Kindertagesstätte.

 

Frau Jung merkt an, dass es in einer Einrichtung noch Platz gäbe, aber keine Kinder aufgenommen werden. Außerdem seien noch viele Kinder, hier erwähnt Frau Jung Kinder von Flüchtlingsfamilien, die eine Betreuung benötigen, nicht betreut. Frau Jung möchte zudem wissen, ob mehr Betreuung möglich wäre, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindergärten geimpft sind.

Herr Kolsch stimmt zu, dass es in einigen Einrichtungen vereinzelt freie Plätze gibt. Aber hier würden, so Herr Kolsch, auch immer mehr Eltern sich melden, da sich deren berufliche Situation verschlechtert. Zudem haben die Kindergartenleitungen die Eltern der Kinder kontaktiert und über die Möglichkeiten einer Betreuung gesprochen. Auch durch die Impfung wäre, so Herr Kolsch, nicht mehr Betreuung möglich, da die Kindergärten sowohl personell und räumlich, als auch von den Verordnungen her begrenzt sind.

 

Frau Möllenhoff fragt, ob eine einheitliche Regelung für die Kindergärten der Stadt Hemmingen erstellt werden kann und sie fragt nach Anlauf- und Beratungsstellen für Eltern, deren Kinder von den Kindertagesstätten nicht betreut werden können.

Herr Kolsch antwortet, dass die Kindergärten eine Regelung haben, an die sich diese halten. Außerdem merkt Herr Kolsch an, dass mehr Regelungen nicht automatisch jeder Situation gerecht werden. Herr Kolsch verweist auf die Kindergartenleitungen, die die Situation vor Ort am besten im Blick haben und die Entscheidung am besten treffen können.

Herr Beismann verweist bei der Frage nach den Anlaufstellen, neben der Familienberatungsstelle des Jugendamtes in Ronnenberg, auf die Familienberatung der Diakonie in Laatzen und in Hannover und auf die Beratung der Caritas in Hannover.

Frau Sandvoß wird den Kindergartenleitungen eine Zusammenstellung der Anlaufstellen zukommen lassen, damit diese die Informationen an die Eltern weitergeben können.

 

Die CDU berichtet, dass die Situation im DRK Kindergarten anscheinend besser bewältigt wird und fragt, welche Maßnahmen übernommen werden können. Außerdem fragt die CDU, wie Kinder, die schon länger Zuhause sind über Videokonferenzen oder per Telefon eingebunden werden können. Zum Schluss möchte die CDU wissen, wie das Fluxx-Programm genutzt werden kann, um eine Notbetreuung zu ermöglichen.

Herr Kolsch antwortet, dass er keine Information zur Arbeitsweise des DRK Kindergartens in Arnum hat. Zudem würden die Erzieherinnen und Erzieher eine Extrabetreuung für Schulkinder am Nachmittag anbieten. Ein Kontakt mit den Kindern über Videokonferenzsysteme ist, so Herr Kolsch, nicht möglich, da die technischen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Die Erzieherinnen und Erzieher versuchen aber auch ohne die technischen Voraussetzungen alle Kinder zu erreichen. Frau Gerwing fügt hinzu, dass die Jugendpflege in Kooperation mit einer Kindertagesstätte ein digitales Angebot entwickelt, dass Kontakt zu den Kindern Zuhause ermöglichen soll.

Frau Sandvoß antwortet auf die Frage zum Fluxx-Programm, dass dieses Programm sich an Eltern mit akuten Problemen richtet und die Einsätze einzelne, punktuelle Einzelfälle sind. Eine Notbetreuung während der Corona-Pandemie kann dieses Programm nicht bewerkstelligen.

 

Frau Steinhoff merkt an, dass die Verwaltung Verständnis für die Probleme der Kinder und der Eltern hat. Sie fügt aber hinzu, dass die Situation auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindergärten schwierig ist, da diese unter enormen Druck stehen, denn die Stadt ist personell und räumlich begrenzt. Frau Steinhoff merkt zudem an, dass in dem Fachausschuss keine Einzelfälle diskutiert werden, da es hierfür andere Möglichkeiten gäbe. Auch sei das Vorgehen in den Kindertagesstätten an den Inzidenzwerten der Region Hannover und an den damit verbundenen Regelungen gebunden.