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Vorlage - 317/2018  

Betreff: Neubau Feuerwehrgerätehaus Hemmingen-Westerfeld/Wilkenburg
hier: Vorstellung der Machbarkeitsstudie
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussdrucksache
Federführend:Abteilung 2.30 - Sicherheit und Ordnung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Feuerschutz Vorberatung
12.11.2018 
7. Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz zurückgestellt   
21.01.2019 
8. Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Feuerschutz Vorberatung
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Hemmingen Entscheidung
21.02.2019 
17. Sitzung des Rates der Stadt Hemmingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

1. Der Rat nimmt die Machbarkeitsstudie (Anlage I zu Beschlussdrucksache Nr. 317/2018) für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Hemmingen-Westerfeld/ Wilkenburg zustimmend zur Kenntnis.

2. Der Rat beschließt auf Grundlage der o.g. Machbarkeitsstudie, die Planungen für die Variante 1 (eingeschossig) mit Übungsturm fortzuführen und setzt den Kostenrahmen für den Neubau auf 7,38 Mio. Euro fest.

 


Sachverhalt:

Wie in Beschlussvorlage 263/2018 mitgeteilt, entsprechen die aktuellen Standorte der Feuerwehrgerätehäuser in Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg nicht mehr den Anforderungen der Unfallkasse und der aktuellen DIN für Feuerwehrhäuser. Beide Standorte können auch nicht mehr zukunftsträchtig erweitert oder umgebaut werden. In Kenntnis dieser unbefriedigenden Situation und dem Wunsch beider Ortswehren, künftig ihre Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Standort zu vertiefen, hat der Rat den Ankauf der östlich des Lidl- Marktes gelegenen unbebauten Fläche und die Beauftragung der Machbarkeitsstudie unter Berücksichtigung des in Abstimmung mit den Ortswehren erstellten Anforderungsprofils beschlossen (vgl. Vorlage 241/2018 und 263/2018). Der Ankauf der Fläche ist mittlerweile erfolgt. Das Anforderungsprofil ist unter Berücksichtigung der aktuellen Bedürfnisse, zukünftiger Erforderlichkeiten (siehe Fahrzeug-SOLL-Konzepte des Feuerwehrbedarfsplanes und Beschlussdrucksache Nr. 263/2018) und der Bündelung verschiedener Funktionen der Stadtfeuerwehr (z.B. Kleiderkammer, ELO, Waschhalle oder Küchenwagen) entstanden und in Gänze zwischen der Stadtfeuerwehr und der Verwaltung abgestimmt.

Das beauftragte Architektenbüro Kiefer und Kiefer, Sarstedt, hat auf Grundlage des v.g. Anforderungsprofils die in der Anlage beigefügte Machbarkeitsstudie (Anlage 1) vorgelegt. In der Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz am 12.11.2018 wird das Architekturbüro diese ausführlich vorstellen.

Die Machbarkeitsstudie enthält folgende Varianten:

  eingeschossige Variante ohne Waschhalle –im Folgenden Variante 1 genannt-

  zweigeschossige Variante ohne Waschhalle –im Folgenden Variante 2 genannt-

  eingeschossige Variante mit Waschhalle –im Folgenden Variante 1 mit Waschhalle genannt-

Optional ist bei allen Varianten ein Übungsturm eingezeichnet, dessen Baukosten extra ausgewiesen worden sind.

Die Variante 1 wird aufgrund der Funktionalität (kürzere Wege, gute Aufteilung nach Funktionen, bessere Raumhöhen, höhere Barrierefreiheit, usw.) und natürlich auch aus Kostengründen (geringere Bau- und künftige Unterhaltungskosten) sowohl von der Stadtverwaltung als auch von der Feuerwehr favorisiert und als sehr gute Lösung verstanden. In Absprache mit der Feuerwehr ist festzuhalten, dass sich in dieser Variante alle Punkte aus dem gemeinsam erarbeiteten Anforderungsprofil wiederfinden.

Die Erforderlichkeit einer Waschhalle und eines Übungsturms sind bei der Absprache des Anforderungsprofiles eingehend diskutiert worden. Dies ist auch in der Beschlussdrucksache 267/2018 deutlich dargestellt worden. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollten die Realisierung im Hinblick auf den Platzbedarf und die Kosten ermittelt werden, um dann letztendlich abschließend über den Bau einer Waschhalle und eines Übungsturms zu entscheiden.

Die Stadtverwaltung schlägt vor, auf den Bau einer Waschhalle angesichts der hohen Kosten zu verzichten. Auf dem Gelände des Betriebshofes befindet sich eine Waschhalle, die auch von allen Ortswehren genutzt werden kann. Die Ortswehren geben an, dass diese für die Feuerwehr nur bedingt nutzbar ist, da diese aufgrund der Größe eine optimale Reinigung aller Fahrzeuge nicht zulässt. Grundsätzlich kann die Waschhalle auf dem Betriebshof aber mit allen Feuerwehrfahrzeugen befahren werden. Bei einigen Großfahrzeugen ist allerdings aufgrund der Waschhallenbreite nur wenig Platz, so dass die Komfortabilität des Reinigungsvorganges eingeschränkt ist. Die Ortswehren geben zu bedenken, dass die Nutzung der Waschhalle auf dem Betriebshofgelände zudem einen logistischen Aufwand (Absprache mit dem Betriebshof) darstellt. Im Hinblick auf die Kosten (Bau- und fortlaufende Unterhaltungskosten) sollte die Errichtung einer weiteren Waschhalle dennoch nicht weiter verfolgt werden.

Das Stadtkommando hält einen Übungsturm für die Aus- und Fortbildung für sehr wichtig. Die Übungstürme anderer Wehren (z.B. Gehrden) sind aufgrund organisatorischer Gründe (u.a. Terminabsprache und Anfahrt) laut Aussage des Stadtkommandos zumeist nur bedingt nutzbar. Ein Übungsturm wäre folglich ein enormer Gewinn für die allgemeine und spezielle Aus- und Fortbildung der Kameradinnen und Kameraden der gesamten Stadtfeuerwehr. Darüber hinaus wirkt sich ein Turm auch positiv im Hinblick auf die so wichtige Mitgliederwerbung aus, da die Feuerwehr dadurch an dieser Stelle stärker wahrgenommen wird, so dass der Bau des Übungsturms seitens der Stadtverwaltung aufgrund der vorgenannten positiven Aspekte daher vorgeschlagen wird.

Weiteres Verfahren und Kosten:

Da der Auftragswert für die Planungsleistungen oberhalb des Schwellenwertes (221.000 Euro netto) liegt, ist die Vergabeverordnung (VgV) für die Vergabe von Architektenleistungen anzuwenden.

Sollten die erforderlichen Haushaltsmittel für den Neubau im Haushalt eingestellt werden, beabsichtigt die Verwaltung das Verfahren mit Hilfe eines externen Büros als Verfahrensbetreuer auszuführen. Dieses Verfahren könnte frühestens Mitte 2019 abgeschlossen werden. Danach könnten erst die Planungsleistungen für den Neubau bei den ausgewählten Büros beauftragt werden. Die Baukosten werden im Haushalt unter Maßnahmen-Nr. 1260010010 bei dem Konto 12600100.78714105 für 2019 in Höhe von 500.000 Euro, 2020 in Höhe von 3,1 Mio. Euro und 2021 in Höhe von 3,78 Mio. Euro eingeplant. Die Baukosten sind in 2019 durch eine Verpflichtungsermächtigung (VE) in Höhe von 6,88 Mio. Euro abzusichern.

Neben den Baukosten sind mittelfristig zusätzliche Einrichtungskosten für das Haushaltsjahr 2021 in voraussichtlicher Höhe von 160.000 Euro bei der Maßnahmen-Nr. 1260010001 unter anderem für Umkleidespinde, Büro-und Werkstattmobiliar, EDV- und Medientechnik einzuplanen. Diese Einrichtungskosten sind ebenfalls mittels VE in 2020 abzusichern.

 


Finanz. Auswirkungen:

Aus dem Beschlussvorschlag ergeben sich finanzwirtschaftliche Auswirkungen (Erträge, Aufwendungen, Investitionskosten) unmittelbar auf den Haushalt der Stadt Hemmingen:

Ja:

x

Nein:

 

Produktkonto:

 

Investitionsmaßnahme Nr.:

1260010010

1260010001

 

 

Haushaltsjahr

2018

Haushaltsjahr

2019

Haushaltsjahr

2020

Haushaltsjahr

2021

Investitionstätigkeit:

 

 

 

 

Ansatz Einzahlungen [€]

 

 

 

 

Ansatz Auszahlungen [€]

1260010010

1260010001

 

 

500.000

 

3.100.000

 

3.780.000

160.000

Mehrbetrag (+)/ Minderbetrag (-) bei

 

 

 

 

Einzahlungen [€]

 

 

 

 

Auszahlungen [€]

 

 

 

 


 

 


Anlage(n):

Machbarkeitsstudie

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage Vorlage Machbarkeitsstudie_Feuerwehrhaus_Hemmingen_Westerfeld_Wilkenburg (39077 KB)