?

Ratsinformationssystem

Vorlage - 378/2019  

Betreff: Hochwasserschutz in Hemmingen
Erweiterung Machbarkeitsstudie
Varianten eines Grundschutzes unterhalb der Ebene HQ 100
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsdrucksache
Federführend:Abteilung 3.66 - Tiefbau   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Kenntnisnahme
13.05.2019 
23. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zur Kenntnis genommen   
Verwaltungsausschuss Kenntnisnahme
Rat der Stadt Hemmingen Kenntnisnahme
27.06.2019 
20. Sitzung des Rates der Stadt Hemmingen zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten für einen Hochwasserschutz gegen ein Hochwasser HQ 100 (Vorlage 236/2018), hat der Rat die Verwaltung beauftragt (Vorlage 236/2018-1) Maßnahmen zur Realisierung eines soliden Grundschutzes und alternativ eines Katastrophenschutzes einschließlich der jeweiligen jährlichen Folgekosten untersuchen zu lassen.

Die beauftragten Fachbüros BPR und SLF haben nunmehr die Ergebnisse in Form einer Präsentation (Anlage 1) der Lagepläne Hochwasserschutz 70 % HQ 100 (Anlage 2), Hochwasserschutz 90 % HQ 100 (Anlage 3), der Kostenschätzungen Hochwasserschutz 70 % (Anlage 4), Hochwasserschutz 90 % (Anlage 5) und eine Vergleichsmatrix (Anlage 6) vorgelegt.

Die Ergebnisse sind im Rahmen eines Beratungsgespräches am 19.02.19 dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vorgestellt worden, um die Rahmenbedingungen einer Förderung die Schutzmaßnahmen unterhalb des Niveaus HQ 100 aus ELER-Mitteln der EU in Erfahrung zu bringen.

Mit Schreiben vom 23.04.2019 (Anlage 7) hat der NLWKN grundsätzlich eine Förderung aus EU-Mitteln in Höhe von voraussichtlich 43 % der Kosten in Aussicht gestellt. Jedoch könne eine Förderung nur erfolgen, wenn bei der Planung der Hochwasserschutzmaßnahmen die sogenannten Regeln der Technik für Hochwasserschutzanlagen berücksichtigt werden. Hier wurde insbesondere auf den sogenannten Freibord bei Deichen und Mauern hingewiesen. Dieser Freibord beträgt bei Deichen eine zusätzlich Deichhöhe von 50 cm und bei Schutzmauern von 20 cm über dem berechneten Wasserspiegelniveau des HQ 100. Dieser Freibord soll verhindern, dass, bei einem entsprechenden Hochwasserereignis, die Hochwasserschutzanlagen durch Wellenschlag und Wind überspült werden.

Da die in der Präsentation geplanten Deiche und Mauern für einen Hochwasserschutz unterhalb des HQ 100 zur Kostenersparnis bewusst mit einem geringeren Ausbaustandard geplant worden sind, sind diese Deich- bzw. Mauererhöhungen aktuell nicht berücksichtigt.

Eine Erhöhung der Bauwerke und möglicherweise weitere technische Änderungen (z. B. Deichverteidigungswege) würden zu nicht unerheblichen Mehrkosten führen.

Auch der Unteren Wasserbehörde der Region Hannover, als zukünftiger Genehmigungsbehörde, sind die Planungen bereits vorgestellt worden. Grundsätzlich seien die Planungen genehmigungsfähig.

Die Verwaltung plant nun in den nächsten Wochen noch ein Gespräch mit dem NLWKN, um die Fördermodalitäten zu klären und die erforderlichen Änderungen der Planung abzustimmen.

 

 

 

 


Anlage(n):

1 Präsentation

2 Lageplan Hochwasserschutz 70 %

3 Lageplan Hochwasserschutz 90 %

4 Kostenschätzung Hochwasserschutz 70 %

5 Kostenschätzung Hochwasserschutz 90 %

6 Vergleichsmatrix

7 Anschreiben NLWKN

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Präsentation (77 KB)      
Anlage 2 2 Lageplan Hochwasserschutz 70 % HQ 100 (6282 KB)      
Anlage 3 3 Lageplan Hochwasserschutz 90 % HQ 100 (6124 KB)      
Anlage 4 4 Kostenschätzung Hochwasserschutz 70 % (55 KB)      
Anlage 5 5 Kostenschätzung Hochwasserschutz 90 % (56 KB)      
Anlage 6 6 Vergleichsmatrix (17 KB)      
Anlage 7 7 Anschreiben NLWKN (242 KB)