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Vorlage - 453/2019  

Betreff: Grundschule Hemmingen-Westerfeld: Vorstellung der Machbarkeitsstudie
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussdrucksache
Federführend:Abteilung 3.65 - Gebäudewirtschaft   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration Vorberatung
16.01.2020 
18. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration zur Kenntnis genommen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Hemmingen Entscheidung
20.02.2020 
23. Sitzung des Rates der Stadt Hemmingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt Hemmingen beschließt die Erweiterung der GS Hemmingen-Westerfeld auf Grundlage der als Anlage 1 zur DS-Nr. 453/2019 beigefügten Machbarkeitsstudie, die Variante 1 mit Mensa Neubau und Umbau im Bestand.

Der Gesamtkostenrahmen wird zunächst auf 3.789.000 Euro festgesetzt.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Das Architektenbüro Mosaik wurde damit beauftragt eine Machbarkeitsstudie auf Grundlage des Raumkonzeptes des Büro Dr. Garbe und Lexis, welches vom Rat am 13.09.2018 (DS 351/2019) beschlossen wurde, zu erstellen.

Ziel der Studie war in erster Linie die Umsetzung des beschlossenen Raumprogramms zu prüfen. Ergänzend hat das Planungsbüro noch die Herstellbarkeit der vollen Barrierefreiheit im Bestandsgebäude geprüft.

Die Machbarkeitsstudie hat zwei grundsätzlich verschiedene Varianten untersucht. Ergänzend wurden die notwendigen Umbaumaßnahmen im Bestand und zwei Varianten zur Herstellung der Barrierefreiheit im Bestandsgebäude untersucht. Die Varianten werden in der Sitzung des BFA am 16.01.2020 vorgestellt und erläutert. Beide Varianten wurden bereits im Vorfeld mit der Schul- und Hortleitung abgestimmt. Verwaltung und Schulleitung sehen mehr Vorteile in einer Umsetzung der Variante 1. Die Vor- und Nachteile der Varianten werden nachfolgend gegenübergestellt:

Variante 1:

Neubau:

Separates zweigeschossiges, barrierefreies Gebäude, westlich der Schulgrundstückszufahrt, auf der Schulhoffläche angeordnet.

Umbau im Bestandsgebäude:

In beiden Varianten wird das Lehrerzimmer vergrößert und in die bisherige, in den Neubau verlagerte, Bibliothek eingebaut. Das Büro der Sozialarbeit, ein Besprechungsraum und der Sanitätsraum werden im bisherigen Lehrerzimmer neu angeordnet. Außerdem finden die Verwaltungsräume (Büro, Mitarbeiter und Besprechung) des Ganztags in dem bisherigen Mehrzweckraum, gegenüberliegend des Verwaltungsbereichs, Platz.

Barrierefreiheit im Bestandsgebäude:

Fluranbindung zum Südflügel, beim Nordflügel Aufstockung Flurbereichs in Holzbauweise, Schaffung Fluraufweitungen im EG und OG unter Beibehaltung der beiden dort angeordneten Treppenhäuser.

Bauweise

Die Konstruktion des Neubaus ist noch nicht festgelegt, eine Ausführung als Holzbau (Holzrahmen oder Brettsperrholz) ist vorstellbar. Ein Energiestandard von KfW 70, sowie ein Gründach ist in den Kosten vorgesehen. Eine PV-Anlage wurde nicht berücksichtigt, eine Ausführung mit PV-Anlage wäre möglich, die Kosten dafür würden ca. 20 – 25.000 € betragen.

Vorteile der Variante 1:

                      Keine große Beeinträchtigung beim Neubau der Mensa in den vorhandenen Schulablauf. Es findet lediglich eine Beeinträchtigung durch die Umbauten der Barrierefreiheit im Bestand statt.

                      Geringere Kosten als Variante 2

Nachteile:

                      Platzminderung auf dem Schulhofgelände

Kosten:

Für die Variante 1 ergeben sich aus der Machbarkeitsstudie lt. BKI-Baukosten (Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern) Planungs- und Baukosten in Höhe von:

      Neubau:   3.674.000 €

      Umbaukosten im Bestand    115.000 €

      Gesamt:   3.789.000 €

Die zusätzlichen Kosten für den Umbau der Barrierefreiheit im Bestandsgebäude betragen 1.061.000 €

Variante 2:

Neubau:

Zweigeschossiges barrierefreies Gebäude, anstelle des bestehenden Umkleidebereichs der Sporthalle als Aufstockung der Sporthalle

Umbau im Bestandsgebäude:

In beiden Varianten wird das Lehrerzimmer vergrößert und in die bisherige, in den Neubau verlagerte, Bibliothek eingebaut. Das Büro der Sozialarbeit, ein Besprechungsraum und der Sanitätsraum werden im bisherigen Lehrerzimmer neu angeordnet. Außerdem finden die Verwaltungsräume (Büro, Mitarbeiter und Besprechung) des Ganztags in dem bisherigen Mehrzweckraum, gegenüberliegend des Verwaltungsbereichs, Platz.

 

Barrierefreiheit im Bestandsgebäude:

Fluranbindung zum Südflügel, hier auch zusätzliche Treppe, beim Nordflügel Aufstockung Flurbereichs in Holzbauweise, Schaffung Fluraufweitungen im EG und OG, und Einbau von zwei Gruppen-räumen (je Etage einer) durch Rückbau eines Treppenraums. Möglich wäre natürlich auch die Herstellung der Barrierefreiheit wie in Variante 1.

Bauweise

Die Konstruktion des Neubaus ist noch nicht festgelegt, auch hier ist eine Ausführung als Holzbau (Holzrahmen oder Brettsperrholz) vorstellbar, sowie ein Energiestandard von KfW 70. Ein Gründach ist in den Kosten vorgesehen. Eine PV-Anlage wurde nicht berücksichtigt, eine Ausführung mit PV-Anlage wäre möglich, die Kosten dafür würden ca. 20 – 25.000 € betragen.

Vorteile der Variante 2:

                      Keine Platzminderung auf dem Schulhof

                      Verbindung zum Schulgebäude möglich

                      Nachteile:

                      Großer Eingriff in den Bestand der Sporthalle,

                      Übergangsweise müssten Umkleidekabinen und Sanitärräume in Containern geschaffen werden

                      Weiterer Zugang zur Turnhalle für den Übergang erforderlich

                      Keine Heizung für die Sporthalle, während der Bauzeit

                      Neuer Standort für Kindergartengruppe während der Bauzeit

                      Bei Ausführung Barrierefreiheit im Bestandsgebäude, Rückbau des Treppenraums im Bestand erfordert den Rückbau der Pfosten-Riegel-Fassade und einen erheblichen Eingriff in die erst vor kurzem sanierte Außenfassade. Dies verursacht höhere Kosten und mehr Beeinträchtigungen für den Schulbetrieb.

                      Höhere Kosten als Variante 1

Kosten:

Für Variante 2 ergeben sich aus der Machbarkeitsstudie lt. BKI-Baukosten (Baukosteninformations-zentrum Deutscher Architektenkammern) Planungs- und Baukosten in Höhe von:

      Neubau:  4.220.000 €

      Umbau im Bestand:    115.000 €

      Gesamt:  4.335.000 €

Die zusätzlichen Kosten für den Umbau der Barrierefreiheit im Bestandsgebäude betragen 1.429.000 €

Die Verwaltung empfiehlt die Ausführung der Variante 1, da sie kostengünstiger ist und nicht zu sehr in den Schulablauf eingreift.

Die Verwaltung empfiehlt zum jetzigen Zeitpunkt auf die Herstellung der vollen Barrierefreiheit für das Bestandsgebäude zu verzichten. Die Raumplanung wurde so angelegt, dass alle Fachräume, alle weiteren Funktionsräume, alle für den Ganztag erforderlichen Räume und alle allgemeinen Unterrichtsräume, bis auf die im Obergeschoss gelegenen Räume des Bestandsgebäudes barrierefrei erreichbar sind.

Sollte der Rat der Umsetzung der vorgeschlagen Variante 1 ohne Herstellung der Barrierefreiheit zustimmen, so ist vorbehaltlich der Haushaltsplanberatungen ein Kostenrahmen von 3.789.000 € festzusetzen, die Kosten beziehen sich auf den Kostenindex 2021, zu den derzeitigen Baukosten ergibt sich deshalb eine Sicherheit von 10 %. Die erforderlichen Haushaltsmittel sind unter der Maßnahmen-Nr. 2110010510 Konto 21100105.78712124 einzuplanen. Um bereits in 2020 Aufträge vergeben zu können, müsste in 2020 zusätzlich zu den Planungskosten eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 3.389.000 Euro eingeplant werden.

In 2020 wären 300.000 € für die Planung vorzusehen. Die bauliche Umsetzung kann, abhängig von der erforderlichen Planungszeit, in den Jahren 2021/2022 erfolgen. Die restlichen Mittel-Aufwendungen können wie folgt aufgeteilt werden: 2021 -> 2.000.000 € und 2022 -> 1.389.000 €.

 

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Weitere Angaben:

Aus dem Beschlussvorschlag ergeben sich finanzwirtschaftliche Auswirkungen (Erträge, Aufwendungen, Investitionskosten) unmittelbar auf den Haushalt der Stadt Hemmingen:

Ja:

X

Nein:

 

Produktkonto:

21100105.78712124

Investitionsmaßnahme Nr.:

2110010510

 

 

Haushaltsjahr

2019

Haushaltsjahr

2020

Haushaltsjahr

2021

Haushaltsjahr

2022

Investitionstätigkeit:

 

 

 

 

Ansatz Einzahlungen  [€]

 

 

 

 

Ansatz Auszahlungen  [€]

100.000

300.000

2.000.000

1.389.000

Mehrbetrag (+)/ Minderbetrag (-)  bei

 

 

 

 

Einzahlungen  [€]

 

 

 

 

Auszahlungen  [€]

 

 

 

 


 

 

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Anlage(n):

Anlage 1 zur DS 453/2019

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 zur DS 453-2019 (6342 KB)