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Vorlage - 463/2020  

Betreff: DigitalPakt Schule und Medienentwicklungsplan - Sachstand
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsdrucksache
Federführend:Abteilung 4.40 - Schulen   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration Kenntnisnahme
16.01.2020 
18. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration zur Kenntnis genommen   
Verwaltungsausschuss Kenntnisnahme
Rat der Stadt Hemmingen Kenntnisnahme
20.02.2020 
23. Sitzung des Rates der Stadt Hemmingen zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Bereits für die Jahre 2015-2019 hat die Stadt Hemmingen in Zusammenarbeit mit dem Institut Dr. Garbe, Lexis und von Berlepsch einen Medienentwicklungsplan erarbeitet, der die Entwicklung der digitalen Ausstattung an den Hemminger Schulen untersucht und abgebildet hat.

 

Als die Medienentwicklungsplanung 2014 als Fünfjahres-Projekt in Auftrag gegeben wurde, war bereits beabsichtigt, dieses Projekt nach Ablauf fortzuschreiben. Im Hinblick auf den beschlossenen DigitalPakt Schule ist dies zusätzlich sinnvoll und notwendig, um die Möglichkeiten des DigitalPakts optimal zu nutzen. Abgesehen davon, dass Mittel nur abgerufen werden können, wenn ein substantiiertes Konzept vorgelegt wird, ist dieses auch aus Gründen der Nachhaltigkeit unumgänglich, um Zuschüsse zielführend und gewinnbringend einsetzen zu können.

 

Diese Fortschreibung wurde noch 2019 beauftragt. Nach mehreren Treffen mit Vertretern der Schulen, Verwaltung und  IT-Administratoren wird Anfang Februar ein erster Entwurf vorliegen, der weiteren internen Abstimmungen bedarf und Anfang März dem BFA zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Dieser Entwurf basiert auch auf den pädagogischen Medienkonzepten der Schulen. In diesen Medienkonzepten wird dargelegt, wie die Technik im Unterricht zum Einsatz kommt. Für die Erstellung des Medienentwicklungsplans wurden dafür lediglich Basiskonzepte benötigt. Die finalen Konzepte müssen spätestens 6 Monate nach Fördermittelbeantragung vorliegen.

Eine Beschlussfassung zum Medienentwicklungsplan vor dem Beschluss des städtischen Haushalts ist zeitlich leider nicht möglich.

 

Für die mittelfristige Haushaltsplanung hat die Verwaltung die Mittel für die digitale Ausstattung der Schulen um die Summen erhöht, die der Stadt nach der Förderrichtlinie zum DigitalPakt zustehen werden. Diese Summen werden auch auf der Einnahmenseite abgebildet und belaufen sich für den Zeitraum des Förderprogramms auf insgesamt knapp € 920.000,-. Diese Summen sind zunächst einmal unabhängig vom Medienentwicklungsplan zu betrachten. Hierbei handelt es sich um die Obergrenze des Förderbetrages, den die Stadt Hemmingen im Rahmen des DigitalPakts für ihre Schulen abrufen kann. Zusätzlich wurden die Aufwendungen für Unterhaltung in der mittelfristigen Planung angehoben.

 

In einem ersten Ergebnisgespräch mit dem Institut Dr. Garbe, Lexis und von Berlepsch Ende letzten Jahres wurden bereits erste Summen und sonstige Ressourcen genannt, die nach der Planung und Schätzung der Experten für eine optimale Ausstattung erforderlich sind. Bei den sonstigen Ressourcen ist vor allem der Personalbedarf anzusprechen. Durch die zusätzlichen Anschaffungen werden mindestens zwei zusätzliche Vollzeitstellen im Bereich der IT-Administration erforderlich. Dies errechnet sich nach einer Bertelsmann-Studie, die von einer Vollzeitstelle je 400 zu betreuenden Geräten ausgeht. Dieser Support sollte nach Möglichkeit von einem externen Dienstleister bzw. der HannIT erbracht werden. Alternativ müssten diese zusätzlichen Bedarfe durch zusätzliche städtische Kräfte werden. Eine vollständige Umsetzung des Medienentwicklungsplan ist nur möglich, wenn das entsprechende Personal zur Verfügung steht um die Geräte einzurichten und zu betreuen. Diese Kosten können nicht über den DigitalPakt finanziert werden.

 

Unabhängig von der Personalfrage wurde bei den Anschaffungskosten für eine optimale Umsetzung in diesem ersten Ergebnisgespräch eine Summe von etwa € 1,5 Millionen für die Laufzeit des Medienentwicklungsplans genannt. Die Mittel aus dem DigitalPakt decken nur knapp € 920.000,-. Allerdings wurde in dieser ersten Kostenschätzung noch kein Bestand in Abzug gebracht. Die Summe wird sich also noch um bereits vorhandene und noch nutzbare Technik reduzieren. Auch hat die Verwaltung im Haushalt bereits Mittel über die Summen des DigitalPakts hinaus veranschlagt, in gleicher Höhe wie in den vorangegangen Jahren.

 

Trotzdem soll es eine Sensibilisierung dafür geben, dass die veranschlagten Summen unter Umständen nicht ganz reichen werden. Zusätzliche Kosten werden auch Ersatzbeschaffungen verursachen, deren zeitlicher Anfall und Umfang noch nicht abzuschätzen sind. Diese können nicht aus dem DigitalPakt finanziert werden. Somit werden alle Anschaffungen, die aus dem DigitalPakt finanziert werden, früher oder später aus städtischen Mitteln ersetzt werden müssen. Auch die Finanzierung von Endgeräten für Lehrkräfte ist noch nicht geklärt. Der Umfang der Umsetzung selbst (Antragstellung, Ausschreibungen etc.) erfordert erhebliche zeitliche und personelle Ressourcen; hier ist die Unterstützung durch einen externen Anbieter zu prüfen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage(n):

keine