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Vorlage - 534/2020  

Betreff: Baumfällliste 2020/2021
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsdrucksache
Federführend:Abteilung 3.60 - Bauverwaltung, Stadtplanung und Stadtgrün   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Vorberatung
16.11.2020 
34. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Geplante Baumfällungen:

Aus Verkehrssicherungsgründen müssen 75 Bäume bis Herbst/ Winter 2020/2021 gefällt werden.  Davon sind einige verkehrsgefährliche Bäume bereits gefällt worden.

In den beigefügten Anlagen 1 und 2 (Baumfällliste, Übersichtskarten) sind die Standorte, die Baumarten und der Grund der Fällung aufgeführt.

Die durchnummerierten Punkte in den Karten sind nicht standortgenau, sondern geben den Bereich an, in dem sich die Bäume gemäß Liste befinden.

In der Örtlichkeit sind die Bäume mit einer grünen waagerechten Markierung gekennzeichnet.

Neben mechanischen Auslösern sind schlechte Standortbedingungen sowie Hitze-/ Trockenstress häufige Gründe für nachlassende Vitalität, Anfälligkeit für Schadorganismen, frühe Vergreisung, Schädigungen verschiedenster Art, Verlust der Verkehrssicherheit bis hin zum vollständigen Absterben der Bäume.

2020 ist das dritte Jahr in Folge mit zu geringen Niederschlagsmengen insbesondere in der Hauptvegetationszeit fehlt den Bäumen Wasser.

 

  • 68 der insgesamt 75 Bäume - das entspricht einem Anteil von gut 90 % der in der Baumfällliste aufgeführten Bäume -  weisen so starke Trockenheitsschäden auf, dass sie absterben oder bereits abgestorben sind.
  • Die Birke ist mit 34 Exemplaren von den insgesamt 75 geschädigten Bäumen die durch Trockenheit am stärksten betroffene Baumart.
  • Viele Bäume mussten bereits im Laufe des Jahres aus Verkehrssicherungsgründen gefällt worden. Unter dem Aspekt der Sicherstellung der Verkehrssicherheit erfolgen die notwendigen Fällungen sukzessive verstärkt seit Oktober 2020.

 

Geplante Ersatzpflanzungen:

Grundsätzliches Ziel ist es, mindestens so viele Bäume neu zu pflanzen, wie gefällt werden müssen. Dabei soll jeder Baum, der gefällt wird, soweit es die vorgegebenen Standortverhältnisse zulassen, an gleicher Stelle oder im direkten Umfeld nachgepflanzt werden.

Häufig besteht die Notwendigkeit die alten Baumstandorte zu sanieren (Standortvergrößerung, Bodenaustausch, Substrateinbau etc.) oder neue herzustellen. In dem Zusammenhang erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der neuen Baumstandorte auf das Vorhandensein von Ver-  und Entsorgungsleitungen im direkten Standortbereich.

 

Leider werden dabei nicht selten Konflikte mit Kanal- und Leitungstrassen erkennbar, die Baumpflanzungen auch mit Wurzelschutzmaßnahmen an den gewünschten Standorten ausschließen.

Die Suche nach geeigneten Ersatzstandorten gestaltet sich zunehmend schwierig.

 

Von den 75 zu fällenden Bäumen kann nach aktueller Einschätzung nur ein Anteil der Ersatzpflanzungen am gleichen Standort bzw. im Nahbereich umgesetzt werden.

Die Gesamtsumme der Neuanpflanzungen ist abhängig von der Verfügbarkeit geeigneter Standorte sowie der Leistungsfähigkeit (bzgl. Pflanzung und Pflege) des Betriebshofes.

 

Bei der Auswahl der Baumarten für die Ersatzpflanzungen werden neben der Eigenart des jeweiligen Standorts, Aspekte wie Bienenfreundlichkeit, Nahrungsquelle für Vögel und Insekten, Allergiepotential, räumliches Umfeld, heimisch Art, Klimatoleranz, Habitus, Blühaspekt, Herbstfärbung, Wuchshöhe, etc. abgewogen. Dabei wird auch Wert auf eine möglichst breite Artenvielfalt gelegt.

Die Entwicklung der letzten Jahre hat deutlich gemacht, dass ein Großteil unsere einheimischen Baumarten erhebliche Probleme mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen hat. 

Zukünftig wird deshalb die Klimatoleranz besonders bei Straßenbaumstandorten eine wesentliche Rolle spielen. Somit werden sich das Artenspektrum verschieben und vermehrt nichteinheimische Baumarten zum Einsatz kommen.

Kosten:

Die hohe Zahl der sich ergebenden Neupflanzungen führt beim Betriebshof zu einem erheblichen Mehraufwand, der mit eigenem Personal und den vorhandenen Haushaltsmitteln nicht geleistet werden kann. Es ist deshalb beabsichtigt, einen Teil der Ersatzpflanzungen zu vergeben. Für eine entsprechende Beauftragung der Pflanzmaßnahmen inkl. der erforderlichen 3-jährigen Fertigstellung- und Entwicklungspflege, wurden deshalb für den Haushalt 2021 bereits 15.000 € angemeldet.

Eine weitergehende Erläuterung zu den Baumfällungen, zum Aufwand für Ersatzpflanzungen inkl. Herstellung neuer bzw. Sanierung vorhandener Baumstandorte sowie zur Durchführung der Pflege in den ersten Jahren (hauptsächlich Wässerung) ist in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 16.11.2020 vorgesehen.

Ersatz- und Neupflanzungen aus der Baumfällliste des letzten Jahres:

Gemäß Baumfällliste 2019/ 2020 mussten 44 Bäume gefällt werden. Im Laufe der letzten Pflanzperiode konnten 39 neue Bäume neu gepflanzt werden. Unter Berücksichtigung der noch geplanten 5 weiteren Ersatzpflanzungen in dieser Pflanzperiode können alle der in 2019/ 2020 notwendig gewordenen Fällungen kompensiert werden. Die Standorte für diese Nachpflanzungen sind müssen noch saniert und abgestimmt werden.

Informationen über beabsichtigte Fällungen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen:

Von der für die Bundes- und Landesstraßen zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Straßenmeisterei Wennigsen liegt bislang keine Auskunft darüber vor, ob Fällungen an der B3 oder L389 im Hemminger Stadtgebiet erforderlich werden.

Nach Auskunft der Straßenmeisterei Ronnenberg sind zurzeit keine Fällungen an Kreisstraßen im Stadtgebiet Hemmingen vorgesehen, jedoch sind die Baumkontrollen in Hemmingen noch nicht abgeschlossen, so dass sich noch Änderungen ergeben können.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage(n):

Anlage 1: Baumfällliste 2020/ 2021

Anlage 2: Übersichtskarten

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Baumfällliste 2020-21 (41 KB)      
Anlage 2 2 Übersichtskarten 2020-21 (2396 KB)