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Vorlage - 546/2016  

Betreff: Befragung zur Situation der Wegeseitenränder im Gebiet der Stadt Hemmingen durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsdrucksache
Federführend:Stabstelle 3.36 - Freiraumplanung und Gewässerunterhaltung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Kenntnisnahme
03.03.2016 
35. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Im Jahr 2015 hat der BUND Kreisgruppe Region Hannover das Projekt „Artenreiche Wegeseitenränder als bedeutende Strukturen für die Biodiversität und den Biotopverbund in der Region Hannover – Erfassung des Zustandes landwirtschaftlicher Wegraine in drei Beispielräumen“ ins Leben gerufen. Der BUND hat u. a. die Stadt Hemmingen um Beantwortung einiger Fragen gebeten, um weitere Informationen für dieses Projekt zu erhalten. Das entsprechende Schreiben ist als Anlage 1 zur Kenntnisnahme beigefügt.

Aus Sicht des Fachbereichs Bau und Umwelt wird die hohe Bedeutung möglichst ungestörter und vielfältiger Wegeseitenränder für  den Naturhaushalt (Lebens-, Nahrungs-, Wander-, Schutz- und Rückzugsfunktion) sowie für das Landschaftsbild und für die Erholung in der freien Landschaft gesehen. Dies gilt im Übrigen auch für Ufer- und Gewässerrandstreifen.

Die Verwaltung sieht Untersuchungen und Projekte zum Erhalt und Verbesserung der Biodiversität als sinnvoll an und hat dem BUND Kreisgruppe Region Hannover mit Schreiben vom 08.02.2016 folgende Auskünfte gegeben.

  1. Welche Flächen an Wegeseitenrändern befinden sich im Gemeindegebiet der Stadt Hemmingen im Besitz der öffentlichen Hand? Wie groß ist schätzungsweise der Verlust an Wegeseitenrändern durch das Umpflügen im Gemeindegebiet?

 

Nahezu alle Wirtschaftswege befinden sich im Eigentum der Stadt Hemmingen. Bis auf eine Wegeparzelle, bei der größere Verluste durch Überpflügen bekannt sind, werden die Verluste im sonstigen Stadtgebiet eher gering eingeschätzt. Ohne aufwendige Vermessung sind die Verluste nicht messbar.

 

  1. Was unternimmt die Stadt Hemmingen, um Ihrer gesetzlichen Verpflichtung zum Schutz Ihres Eigentums und der Natur nachzukommen?

 

Auf Grund der eher gering eingeschätzten Verluste durch Überpflügen, hat die Stadt bislang keinen Veranlassung gesehen, tätig zu werden.

 

  1. Wie erfolgt die Pflege der Wegeseitenränder? Gibt es ein Pflegekonzept?

 

Bei den Wiesenseitenstreifen erfolgt jährlich eine 1- bis  2- malige Mahd. Die 1. Mahd erfolgt als „Verkehrssicherungsschnitt“ (einen Mähbreite entlang der Wegekante). Der 2. Schnitt erfolgt falls erforderlich über die ganze Breite des Wegeseitenstreifens. Der Zeitpunkt erfolgt nach Absprache mit den Landwirten möglichst außerhalb der Brut – und Setzzeit, bei Hackfrüchten ggf. auch schon früher. Bei Gehölzbestand entlang der Wege erfolgt i. d. R. alle 3 – 5 Jahre ein Rückschnitt, da die Grundflächen teilweise sehr schmal sind. Bereichsweise müssen auch Schnittmaßnahmen außerhalb der Pflegeintervalle erfolgen, da sonst eine Befahrung der Wege ohne Beschädigung der Erntefahrzeuge nicht möglich ist. Alle Rückschnitte werden in den Wintermonaten bis spätestens Ende Februar durchgeführt.

 

 


Anlage(n):

Anlage 1 zur Info-DS 546/2016 – Anfrage des BUND vom 21.01.2016

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1_zur Info-Ds Nr. 546-2016_ BUND-Anfrage vom 21.01.2016 (376 KB)