?

Ratsinformationssystem

Vorlage - 568/2016  

Betreff: Ausbau Wiesenweg
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsdrucksache
Federführend:Abteilung 3.66 - Tiefbau   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Vorberatung
28.04.2016 
36. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Der Ausbau des Wiesenweges, von der östlichen Einmündung der Straße Im Weidenbrunnen bis zur Hauptstraße, ist im Haushalt 2016 eingeplant und soll im Sommer begonnen werden.

Hierzu hat das Ingenieurbüro Rosse aus Hannover bereits 2012/13 eine Planung erstellt und für diese ist auch schon eine wasserrechtliche Einleitungsgenehmigung der Region Hannover erteilt worden.

Die bisherige Planung sah die Errichtung eines Gehweges, einer 6 m breiten Fahrbahn und eines schmalen Grünstreifens am nördlichen Feldrandbereich vor. Die Entwässerung sollte durch einen neuen Niederschlagswasserkanal mit Regenrückhalterigolen, über den westlichen Gehweg der Hauptstraße, in die Arnumer Landwehr erfolgen.

Diese Planung ist mit ca. 410.000 € veranschlagt und im Haushalt 2016 unter den Produktkonten 54100100.78727205 Erneuerung/Ausbau von Straßen mit 300.000 €, 54100100.78727201 Erneuerung/Herstellung von Gehwegen mit 30.000 € und 53810100.78726202 Erst- und Ersatzanlage von NW-Kanälen mit 80.000 € auch so eingestellt worden.

Vor dem Hintergrund, dass es in einigen Jahren zur Erschließung eines neuen Wohngebietes nördlich und südlich des Wiesenweges kommen könnte, hat die Verwaltung Überlegungen angestellt, die eine kostengünstigere Ausbauvariante zum Ergebnis hatten. Im Falle der Erschließung des Neubaugebietes, müsste zur Entwässerung der Bauflächen ohnehin ein neuer Niederschlagswasserkanal angelegt werden. Dieser Kanal würde dann parallel zum Wiesenweg, mit einem  Anschluss an die Arnumer Landwehr erfolgen.

Die Grundidee dieser kostengünstigeren Ausbauvariante ist nun, zunächst auf einen Niederschlagswasserkanal des geplanten Ausbauabschnittes des Wiesenweges zu verzichten und das Regenwasser in einer neu anzulegenden, straßenbegleitenden Muldenversickerung auf der Nordseite zu entwässern. Die Versickerungsmulde sollte einen Notüberlauf in die bereits vorhandenen Niederschlagswasserkanäle der Straßen Im Weidenbrunnen und Hauptstraße erhalten.

Die Fahrbahn müsste, um genug Raum für eine Versickerungsmulde zu erhalten, auf eine Breite von 5,00 m reduziert werden. Die Breite reicht jedoch bei einer Tempo-30-Zone für einen Begegnungsverkehr Lkw-Pkw aus. Sollten sich Busse oder landwirtschaftliche Geräte größerer Breiten begegnen, kann der, nur mit einem Rundbord eingefasste, 2 m breite und  entsprechend befestigte  Gehweg überfahren werden. Bei dem relativ geringem Verkehrsaufkommen dieser Fahrzeuge und geringem Fußgängerverkehr, ist das sicherheitstechnisch zu tolerieren.

Sollte in den Folgejahren eine Erschließung der Baugebiete erfolgen, könnten an die bisher in die Versickerungsmulde entwässernde Verkehrsfläche, eine Gosse mit Straßenabläufen, ein Parkstreifen und ein schmaler Gehweg angebaut werden und dann sowohl die „alte“, als auch die neu anzubauende Verkehrsfläche entwässern und in einen neu zu bauenden Niederschlagswasserkanal des Erschließungsgebietes einleiten. Die Fahrbahn würde durch den Anbau einer Gosse dabei auf eine nutzbare Breite von ca. 6,00 m verbreitert werden.

Die vorgestellte reduzierte Variante würde der Stadt, beim jetzigen Ausbau zwischen 60 und 70.000 €, durch den Verzicht auf den Niederschlagswasserkanal und den damit verbundenen Ausbau des Gehweges entlang der Hauptstraße einsparen.

Zudem ist geplant, die Asphaltfahrbahn nicht mit einer Asphaltdeckschicht und einer gesonderten Asphalttragschicht, sondern nur mit einer preiswerteren 6 cm starken Tragdeckschicht abzuschließen. Diese, auch bei Wirtschaftswegen bewährte Befestigung, lässt die problemlose Nutzung der Straße zu, kann dann beim späteren Endausbau eines neuen Baugebietes abgefräst und durch einen endgültigen  bis zu 20 cm starken Asphaltaufbau ersetzt werden.

Vorteil ist, neben der Kostenersparnis, dass notwendige Straßenaufbrüche zur Versorgung des neuen Erschließungsgebietes, nicht die fertige Fahrbahn zerstören und ein hässliches und technische Schwachstellen bietendes Flickwerk auf der Fahrbahn vermieden werden könnte. Nach Einbau der Versorgungsleitungen, kann dann der endgültige  Asphaltoberbau im Zuge der Erschließung des Baugebietes hergestellt werden.

 

 


Anlage(n):

1 Ausbauplan Wiesenweg mit Niederschlagswasserkanal

2 Ausbauplan Wiesenweg Sparvariante

3 Ausbauplan Wiesenweg Sparvariante Regelprofil

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Ausbauplan Wiesenweg mit Niederschlagswasserkanal (1535 KB)      
Anlage 2 2 Ausbauplan Wiesenweg Sparvariante (1137 KB)      
Anlage 3 3 Ausbauplan Wiesenweg Sparvariante-Regelprofile (902 KB)