Fahrerlaubnis: Umtausch in einen EU-Führerschein (Kartenführerschein)

Allgemeine Informationen
Seit dem 1. Januar 1999 gilt in Deutschland ein in vielen Einzelheiten geändertes Fahrerlaubnisrecht. Unter anderem ist hierin die Einführung des europaweit einheitlichen Kartenführerscheins geregelt: völlig neue Klassen-Bezeichnungen und höhere Mindestanforderungen für die Prüfung.
Inhabern alter Führerscheine wird empfohlen, den alten "Lappen" auf Dauer in einen EU-Kartenführerschein umzutauschen. Sofern jedoch nicht Lastkraftwagen, Taxen oder Kraftomnibusse geführt werden, muss der Schein nicht umgetauscht werden und bleibt somit gültig.

Der Antrag ist persönlich schriftlich zu stellen.

Zwar wurden die Fahrerlaubnis-Klassen neu benannt und kategorisiert, aber die Führerscheine, die nach altem Recht erteilt wurden, bleiben weiterhin in vollem Umfang gültig.

Gegenüberstellung Klassen

 

alt neu
1 A unbeschränkt
1 A A beschränkt
1 B A1
2 C, CE, T
2* D. DE
3 B, BE, C1, C1E
3* D1, D1E
4 M
5 L
Mofa Mofa
Krankenfahrstühle Krankenfahrstühle
   

*Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in Kraftomnibussen

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis und der kreisfreien Stadt, in dem/der Sie Ihren Wohnsitz haben.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • alter Führerschein
  • Personalausweis
  • original Unterschrift auf Behördenvordruck
  • ein Lichtbild (biometrisch), das den Bestimmungen der Passverordnung vom 19. Oktober 2007 (BGBl. I S. 2007, 2386) entspricht
  • eine Karteikartenabschrift der ausstellenden Behörde
Welche Gebühren fallen an?
Umtauschanträge sind bundeseinheitlich mit 24,00 Euro gebührenpflichtig, zzgl. 5,00 Euro bei Direktzusendung durch die Bundesdruckerei.
Welche Fristen muss ich beachten?

Fristen sind nur zu beachten, wenn man Inhaber der alten Fahrerlaubnisklasse 2 ist. Dann sollte der Kartenführerschein bis zur Vollendung des 50.sten Lebensjahres beantragt sein, damit der Erhalt der Klasse 2 gesichert ist.

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